Das Kibardin-Quartett
Michael Kibardin (Violine),
Jens-Uwe Popp (Gitarre) und Guido Jäger (Kontrabass) waren viele Jahre lang
enge musikalische Weggefährten des Bajanvirtuosen und Komponisten Efim Jourist,
der 2007 im Alter von 60 Jahren verstarb.
Efim Jourist galt als der Paganini
des Bajans, des russischen Knopfakkordeons. Geboren in Sibirien, machte er in
Russland eine unvergleichliche Karriere und wurde schließlich als „verdienter
Künstler der Sowjetunion“ ausgezeichnet. Auch in Deutschland erwarb er sich
schnell einen Namen und war als Solist und mit seinem Quartett auf den großen
Bühnen zuhause.
Seine Leidenschaft galt dabei dem
russischen Tango, den er auf einzigartige Weise für das Quartett arrangierte
und mit eigenen Kompositionen verband. Er war aber auch ein großer Verehrer des
argentinischen Komponisten Astor Piazzollas, dem er einige seiner Arrangements
widmete.
Nach seinem überraschenden frühen
Tod, beschlossen Michael Kibardin, Jens-Uwe Popp und Guido Jäger, ein
Nachfolgequartett zu gründen und die Musik Efim Jourists weiterleben zu lassen.
Sie konnten dafür den Preisträger des New Yorker Wettbewerbs „Golden
Accordion“, Alexander Pankow am Bajan gewinnen, der den manchmal
halsbrecherischen Part mit Bravour meistert.
In ihren Konzerten bestechen die
Musiker durch große Virtuosität und differenziertes und expressives
Zusammenspiel. Der Musik Efim Jourists stellt das
Quartett dabei den argentinischen Tango Astor Piazzollas in seinen „Vier Jahreszeiten“ gegenüber:
ist der russische Tango Ausdruck
der sprichwörtlichen russischen Seele - schwermütig, elegant und virtuos, so
ist der argentinische Tango Piazzollas eckig und kantig - wechselt in seinen Stimmungen zwischen
wehmütiger Introvertiertheit und ekstatischer Intensität. Die Verbindung der
beiden Tangosorten in einem Programm macht den Abend zu einem nachhaltig
wirkenden, schönen Erlebnis.
Besetzung: Michael Kibardin -
Violine
Alexander Pankov - Bajan
Jens-Uwe Popp - Gitarre
Guido Jäger
- Kontrabass